Bildarchiv der Familien Schotte,
Schäfer & Hannemann
Familie Schotte
![]() |
![]() |
Ueberlieferungen Familie Schotte
Friederich Wilhelm Schotte war Musikdirektor an einer privaten Musikschule in Wuppertal. Drei Söhne hatte er Fritz, Ernst und Max. Fritz erlernte das Tischlerhandwerk und baute seinen Meister obwohl sein Vater der Ansicht war, daß er musisch höher begabt war als seine Söhne Ernst & Max, die beide als Musiker ihr Lebensauskommen hatten. Das Schicksal war dem Vater dahingehend gnädig, daß er nicht mehr erleben mußte, daß seine Söhne Fritz und Ernst im WK II als Soldaten fielen, kurz nach seinem Tod. Testamentarisch hatte er verfügt, daß die Kinder seines Sohnes Fritz folgende Gegenstände erhalten sollten: Manfred sollte seine wertvolle (historische) Taschenuhr aus Gold erhalten und Helga seine nicht minder wertvolle Geige. Sein Vermächtnis wurde nicht erfüllt. Entweder gingen die Erbstücke bei einem Bombenangriff verloren oder sie wurden geraubt. Manfred Schotte hat trotzdem sein Erbe angetreten, in einer Art, die dem alten Musikdirektor gefallen hätte. Manfred spielt seit seiner Schulzeit Trompete und ist ein Dixiland-Jazzer mit Horn und Trompete, er managed als jazzender Heizungsbaumeister 'Rollos-Hotshots'. Manfred Schotte, im Bild vorne, unten links. Drummer Rollo, nach ihm wurde die Band genannt (rechts außen stehend), bezeichnete sich selbst nicht als Musiker, sondern als 'Handwerker an den Drumms'. Er verstarb 1998.
![]() |
Familie Hannemann
![]() |
![]() |
![]() |
Das Hannemann-Prinzip
Es gibt im Leben Situationen , in denen man entweder lauthals moniert, dann blockiert und opponiert oder 'Hannemann' vorausschickt. Erst müssen die anderen etwas machen, bevor man selber zum Handeln bereit ist. Das Hannemann-Prinzip... (Nach einer Geschichte 'Die sieben Schwaben'). Rückblickend das Leben einiger Vertreter des 'Hannemann-Clans' betrachtet, dann könnte man zur Einsicht kommen: "...ja, sie waren es, personengewordener Anlaß für das Sprichwort."
Ueberlieferungen Familie Hannemann
Die nachfolgenden Informationen stammen von Franz Hannemann ebenso die oben gezeigten Bilder. Familie Hannemann ist die mütterliche Abstammungslinie von Helmut F. Schnare. Siehe auch Seite 'H'
Julius war ein umtriebiger Mensch mit einem hohen Maß an Energie, gepaart mit Sendungsbewußtsein und einer persönlichen Autorität, die bei seinen Mitmenschen schon die nötige Beachtung fand. Julius, so wie er geschildert wurde, begnügte sich selten mit Halbheiten. Unterzieht man die nachgestellten Notizen zum Naturell von Julius einer Bewertung, kennt man Angehörige des 'Hannemann-Clans', dann kommt man zu zwei Schlußfolgerungen kommen: Ja, Julius war ein 'echter Hannemann', ja, er gehörte zu denen, den es vergönnt war, Signale zu geben, die eine lange Zeit zu vermerken waren ... Helmut F. Schnare
Was wissen wir über Julius ?
In der Zeit vor dem WK I. hielt Julius sich in Paris auf. Er war perfekt in seinem Möbeltischler-Handwerk. Das erkannte zur damaligen Zeit ein bekannter Pariser Innenarchitekt Bull, bei dem Julius in der französischen Hauptstadt für viele Jahre tätig war. Julius fertigte die Modelle, die Bull für die wohlhabende Pariser-Gesellschaft plante. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges überraschte Julius in Paris. Plötzlich war er als Deutscher nicht mehr gelitten, was sich auch auf seine handwerklichen Fertigkeiten auswirkte, wenige Aufträge, wenig Auskommen, die eine Seite. Von der politischen Seite einmal abgesehen. Julius schlug sich nach Deutschland durch. Und er kam auch dort an. Allein die Tatsache der Rückkehr während des Krieges muß ein Stück Abenteuer gewesen sein. Nach dem Krieg widmete er sich der Politik. Es waren seine Anstrengungen, die zur Gründung der SPD in Detmold-Pivitsheide führten. Nicht nur das, er reorganisierte eine Verbindung junger Menschen (der evang. Kirche nahestehend) und begeisterte sie für die 'Naturfreunde', was ihm in Kirchenkreisen übel genommen wurde. Er hatte sich bei dem zuständigen Pastor so unbeliebt gemacht, daß dieser sich weigerte, Julius den letzten Dienst zu erweisen, ihn zu beerdigen. Julius verunglückte mit dem Fahrrad und starb an den Unfallfolgen.
Was wissen wir über Albert ?
Albert Hannemann nahm 23 jährig an dem 'Bruderkrieg' -1866- der Deutschen teil. Zu seiner Zeit gehörte der Krieg zum Schicksal der Menschen in Deutschland. Und so kam es, daß Albert Hannemann auch an den Kriegshandlungen 1870 bis 1871 teilnahm. Nicht genug damit. Er hat auch den ersten Weltkrieg erlebt. Sein Leben endete in Leipzig, am 26.Januar 1933 mit stolzen 90 Jahren. Wären ihm sechs weitere Lebensjahre vergönnt gewesen, dann hätte er noch den vierten, den schlimmsten aller Kriege, erleben müssen.
Albert hat zu seinen Lebzeiten außerordentliche Leistungen vollbracht. Im Krieg Preußen gegen Österreich wurde er mit einer hohen Auszeichnung geehrt. Albert erhielt das Eiserne Kreuz I. Klasse. Ort der Auszeichnung war Berlin, anläßlich der Einweihung des Denkmales im Jahr 1867 zur Erinnerung an die Schlacht bei Königgrätz. Sein Name findet sich im Ehrenbuch der preußisch-königlichen LEIBJÄGER des zweiten Garde-Regimentes des Kronprinzen. Albert Hannemann gehörte zu den Soldaten, die während der Schlacht bei Königgrätz in einem gewagten Handstreich das österreichische Hauptquartier wegnahmen und somit das Kriegsglück für Preußen wendeten. Albert avanzierte zu den höchstdekoriertesten Soldaten im Range eines Artillerie-Unteroffiziers (Sous-Officier) der königlich-preußischen Armee. Die Ordensverleihung an Albert, die Auszeichnung mit dem 'EK I', war eine Ausnahme zur damaligen Zeit. Normalerweise wurde dieser Orden durch den König von Preußen nur an verdiente Offiziere verliehen.
![]() |
In Friedenszeiten war er als Berufssoldat für die Artilleriebewaffnung in den Festungsanlagen auf der Kurischen Nehrung gegenüber der Stadt Memel zuständig, was wiederum außergewöhnlich war, weil derartige Dienstposten in aller Regel von Offiziersdienstgraden vorgesehen waren.
Und noch eine Besonderheit: Nach seiner Dienstzeit war er in der bekannten Vogelschutzwarte und Naturforschungsstelle Rositten,Kurische Nehrung, recht aktiv tätig. Sein Wohnort war Memel/Ostpreußen.
Was wissen wir über Rosa-Anna ?
Rosa-Anna Hannemann, im Bild oben rechts zu sehen, mit einem Fahrrad, Ausdruck von erheblicher Progressität zur damaligen Zeit. Fest steht, daß Rosa-Anna eine der ersten Frauen war, die im Berliner Straßenverkehr sich auf einem Fahrrad zeigte. Irgendwie war das zu ihrer Zeit aufregend und für eine Dame nicht besonders schicklich. R.-A. mußte(!) Schneiderin werden. Sie war darüber nicht besonders beglückt. Sie hätte ihre Intelligenz liebendgern in ein Studium versenkt. Sie war in der Natur zu Hause, sie sammelte und forschte im Fauna-und Flora-Bereich. Sie erwarb die erste Ausgabe des Lexikon Brockhaus 1880. Sie hatte Fernglas, Kompa,Vermessungsgeräte verschiedener Art un ein Mikroskop. Sehr ungewöhnlich für eine Frau zu ihrer Zeit Ihre privaten Forschungsergebnisse, ihre Naturbeobachtungen, leider sind sie in den Kriegswirren verloren gegangen. Somit gibt es nur noch diese Erinnerung an sie ( aus persönlichen Aufzeichnungen von Franz Hanneman 1996).
Was wissen wir über Johanna ?
Sie, mit allen Vornamen hieß sie Johanna Minna Erna, war die Mutter von Frieda Hannemann und somit die Großmutter von Helmut F. Schnare. Sie brachte zwei Kinder zur Welt. Friedchen (Frieda) und Julius. Ein langes Leben war ihr nicht vergönnt. Gerade einmal 26 Jahre wurde sie alt. Dann wurde sie von dieser Welt abberufen. Das Bild der schönen Großmutter erhielt H.F. Schnare von Onkel Julius aus Hamburg (Bruder von Johanna). Es darf noch eine Anmerkung gemacht werden. Es ist eine starke Ähnlichkeit der Gesichtszüge zwischen Großmutter Johanna und Bilder aus der Jugendzeit von Helmut F.Schnare zu verzeichnen (Vererbungssprung). Johanna wurde zu ihrer Zeit als eine hochintelligente junge Frau beschrieben.
![]() |
Ueberlieferungen Familie Schäfer
Wie kommt an dieser Stelle die Familie Schäfer ins Spiel ? Ganz einfach. Die Mutter von Helga Schnare, geb. Schotte gehörte der 'Schäferei' an. Großvater Schäfer stammte aus Bad Meinberg. Dort hatte er eine Ferienpension erbaut, ein recht großes Haus, aus eigener Kraft erstellt, schließlich war er gelernter Maurer und erfahren im Häuserbau. Irgendwann benötigte Großvater Schäfer, Vater von acht Kindern, Geld für die Pensionserweiterung. Er bekam es auch aus Privathand geliehen. Und hier beginnt der Kummer. Als die Rückzahlung der Schuld fällig wurde fällig wurde, stellte Schäfer voller Schrecken fest, daß die Schuldverschreibung gefälscht worden war. Ein weitaus höhere Summe stand plötzlich zur Zahlung heran, wobei die Fälschung der Schuldverschreibung nicht oder nur schwer zu beweisen gewesen war. Das Lebenswerk der Schäfer in Bad Meinberg mußte verkauft werden. Die Familie kaufte sich in der Ortschaft Vahlhausen bei Detmold ein.
| Homepage last update: 23.03.2001 |
http://www.schnare.net,
email: info@schnare.net /
HF.Schnare@t-online.de © by H.F.Schnare, Juli 2000 - März 2001 |
best resolution: 800 x 600 |