Schnare: Schriftgut & Bücher
Schriftgut & Bücher,
zwei Begriffe & zwei Zitate: > Schriftgut zu produzieren verlangt
Spezialwissen, Geist und Energie, Schriftgut ist überlieferte Erfahrung und wird
hoffentlich unsere Erfahrung überliefern, nur, hege ich meine persönlichen Zweifel, daß
man später unser Schriftgut als Erfahrung werten wird.<
Helmut Schmidt (ehem. Bundeskanzler) >Bücher haben Charakter, der Buchstabe ist leblos
aber der Geist des Buches ist lebendig< Roman Herzog (ehem. Bundespräsident)
Autorensammlung
Ernst-August Schnare: Somme-Campagne, Selbstverlag E-A.Schnare, Eftenlander Weg, 5270 Gummersbach 31, Druck 1956; Friedrich H. Schnare: 1945 Frontlinie West 1. März, Privatarchiv, Schulz-Wilkens-Schnare, ersch. b. Wels, 1952 (?); Karl Schnare: Enträtselte Tierwelt, Verlag Paul Parey Berlin u. Hamburg, 1963; Karl Schnare: Von Schelmen und besseren Gesellen - Säugetiere der Heimat, Bösmann GmbH, Detmold,1951; Karl Schnare: Buchbeiträge für Jugendsonne, hier: Lippe-Detmold; Ruimsel un Vertellsel, hier: Das Fettnäpfchen; Land Lippe (?), hier: Bauernleben im Dreißigjährigen Krieg; Karl Schnare: Lebenslied einer schönen Kannibalin; Heimliche Gesellen in Wald und Flur; Das Bild der Natur; H. Schnaare: Geweihzyklus, NuM-Reihe, 116, Senkenberg Museum, Publikationen,Frankfurt,1986; Hilmar Schnare und Ruth Malote: Kommentare Künstler und politische Plakate, Harenberg Kommunikation, Druckerei Hitzegrad, Dortmund,1983; Karl-H. Schnare und U. Müller: Das große Bremen für kleine Leute; Karl-H. Schnare: Das große Hannover für kleine Leute, ISBN 3930446073 (Karl-Heinz Schnare, Stadtkämmerer a.D.Hannover); Ann B. Schnare: Foreign Workers in OECD-Contries: the social and economic consequences, Connecticut/England,1984; Helmut F. Schnare: Redaktionsleitung :'Flüstertüte' DLRG-Landesjugendausschuß (3Jahre); 'WIR', Landesverbandszeitschrift DLRG Rhld-Pf(4 Jahre); Jahrbücher DLRG Rhld-Pf Jahrgänge 1984 bis 1998, Redaktionsmitglied offizielles DLRG-Organ 'Lebensretter' und 'Delphin' 1976 bis 1998; Heinrich Schnare: Mitbegründer und Redaktionsmitglied 'Zeitschrift für Tierpsychologie' ,1937, Herausgegeben unter Mitarbeit leitender Fachmänner von Prof.Dr.O.Koehler,Freiburg, Prof.Dr. K. Lorenz, Seewiesen. Heiner Schnare, freies Redaktionsmitglied der Illustrierten Zeitschrift 'Kristall' 1954 bis 1958(?)
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Karl Schnare: Von Schelmen und besseren ... Lehrer und JägerDas will dieses Buch: Darstellung des biologischen Artcharakters ... lieben, bewundern, verstehen, lehren... Karl Schnare: Enträtselte Tierwelt... möge sich auch dieses Buch als Beitrag zur Erforschung der Tierwelt - weniger vom Zoologischen als vom Psychologischen her - erweisen, und möge es aufgeschlossene Leser finden. Dann wäre sein Sinn erfüllt. |
Wer die Vorfahren, die er vor 400, 500 oder 1000 Jahre hatte, um sich versammeln könnte, wäre verblüfft, wie viele und was für Leute das wären. Der Silixer-Brief, der aus großer Not in der dritten Phase des Dreißigjährigen Krieges (Schwedischer Krieg) geschrieben wurde und heutzutage noch in den Annalen zu finden ist, in Schulbücher und lippischer Heimatliteratur wiedergegeben war, von Pastor Piderit entdeckt und in seinen Blättern für lippische Heimatkunde (Dreißigjähriger Krieg; 1. Jahrgang 1900; Archivalie Staatsarchiv Detmold; D 78 ? ) erstmals veröffentlicht wurde, eben dieser Brief führte zum Anlaß, daß die Familie Schnare (Hans I.) sich im Lipperland ihr Auskommen, ihren Wohnsitz, suchte.
ich elende , trostlose Frau kann aus traurigem Gemüt und hochbetrübtem Herzen klagend nicht verbergen, daß Rittmeister Juritzens Reiter, die vor kurzem hier in Silixen eingefallen sind, Kirchen und Einwohner ausgeplündert und beraubt haben, auch aus Silixen, Laßbecke und Laßbruch an die 50 Pferde mitgenommen haben. Unter den Reitern, gnädiger Herr, ist auch ein Türke gewesen, der Juritt genannt wurde, welcher bei Arndt Schnüllen in Quartier gelegen ist. Er hat mir nicht allein 7 Pferde, 3 Rinder und alle meine und meiner Kinder Kleider und 10 Rheintaler abgenommen, sondern auch meinem lieben Mann Hermann Thies die Pistole in den Nacken gesetzt und durch das Haupt geschossen. Er liegt nun ohne Sprache, und es ist gewiß, daß er sterben muß. Dabei hat es aber der Reiter nicht bewenden lassen. Als meine Tochter Anna Maria, die bei ihrem Vater gestanden hat und aus kindlicher Liebe bei ihm hat bleiben wollen, mit großem Wehklagen geschrien hat, hat er nach dem Mädchen geschossen. Der Schuß hat gottlob gefehlt. Als ihm das mißlungen ist, hat er das Gesicht und den Arm meines Knechtes durch Hauen so verdorben, daß er nicht mehr arbeiten kann. Weil uns nun alles abgenommen ist und bei meinem Ehemann leider Gottes keine Besserung zu erwarten ist, spreche ich Euer Gnaden die untertänigste Bitte aus, sich meiner und meiner armen Kinder in Gnaden anzunehmen. Euer Gnaden möge auch Seine Excellenz von Tilly oder den Oberst von Lintelo bitten, daß mir meine 7 Pferde, 3 Rinder und das ganze Zeug wiedergegeben wird, und daß der genannte Türke bestraft wird, weil er mich zu einer elenden Witwe und meine Kinder zu Waisen gemacht hat. Der allmächtige Gott wird die Erfüllung meiner Bitte an Euer Gnaden reichlich belohnen.
Die Hofbesitzerfamilie Thies, als freie Bauernfamilie, scheint einen Meierstättischen Hof bewirtschaftet zu haben, dessen Grundherren (Grundbesitz) -Annahme- die Grafschaft Lippe war.
Recherche(1): Das Briefdatum muß angezweifelt werden. Hermann Thies starb durch die geschilderten Ereignisse am 21.09.1625. Das wird durch die Kriegsereignisse gestützt. Herzog Christian von Braunschweig zieht in August/September 1625 von Braunschweig über Rinteln nach Westen, Stadtlohn, Breda (Holland). Recherche(2): Graf Simon's Regentschaft in Lippe: 1613 bis 1627. An ihn war der Brief gerichtet. Tilly wird erwähnt. Am 20.07.1623 empfängt Graf Simon den Generaloberst der Liga v.Tilly in Lippe. 1624: Klagen des Hofes zu Lippe beim spanischen Königshof erreichen, daß die spanischen Truppen unter dem Befehl vom Grafen zu Rittberg mit 9 Kompanien aus Lippe abziehen. 1625: Graf von Amholz kommt mit seinen truppen zum Plündern und Morden in den lippischen norden. Die unmittelbare militärische Führung liegt in den Händen von Oberst Lintelow (im Brief ist der Name ohne 'w' geschrieben) Ritmmeister Juritzen (seine Person konnte nicht festgestellt werden) war offenbar Chef oder Kommandeur unter L.'s Kommando. Die Mehrzahl der Truppenteile (ligistisch) sind kaiserlicher und bayerischer Herkunft. Recherche (3): Hans Schnare I. kaufte 1630 den Hof Thies und die 'Alte Pastorsche Stätte', gleich zwei Anwesen auf einmal. Später baute er noch eine Sägemühle auf dem Grundstück Schürenbusch.
Folgerung: An zwei verschiedenen Stellen der historischen Berichterstattung findet man das Datum 1636.Das Datum ist mit den Ereignissen nicht übereinstimmend. Elf Jahre nach der Not wird kein Brief mehr geschrieben. Die Mörder von Thies waren 1625 und 1626 in den nordlippischen Landen.
Anmerkung: Im Brief wird der Geldraub von 10 Rheintalern erwähnt. Das scheint ein Übersetzungsfehler zu sein. Wahrscheinlich war der Geldwert Reichstaler(Rtl), üblich bis 1620, danach nur Taler. Das geraubte Geld entsprach ca. vier Jahresgehälter eines Großknechtes.
Wie der Silixer-Brief es deutlich zeigt, Kriegsereignisse sind menschenfeindlich. Kriegsleiden haben auch von der Familie Schnare ihren Tribut abverlangt. Zwei weitere Berichte können das unter Beweis stellen. Kriegserlebnisse, die in Tageszeitungen und Zeitschriften erschienen, wiedergegeben und verfaßt von Autoren, die der Familie Schnare agehörten. 'Nur eine Kartoffel' erschien in zwei Tageszeitungen, in der Lippischen Landeszeitung und der Westfälischen Rundschau. Nur eine Kartoffel wird hier gekürzt wiedergegeben. Erlebnisbericht aus dem Ersten Weltkrieg.
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Seit Wochen hatten wir das Lachen verlernt, wir dreizehn Einjährige im sogenannten Diplomatenzelt, und mit uns alle Kameraden des großen Lagers. Der erste Weltkrieg war seit kurzer Zeit beendet, und wir Gefangenen ahnten nicht, wie lange es dauern würde, bis wir die Heimat wiedersehen konnten. Wir litten unter Kälte, Hunger und Heimweh.
Es war am Tag meines 19. Geburtstages. Mitten in der Nacht mußte ich hinaus. das "stille Örtchen" war eine Baracke im äußersten Winkel des Lagers, erhellt von einer mächtigen Glühbirne. Hinter dem Stacheldrahtzaun stand ein Wachtposten mit aufgepflanztem Seitengewehr.
Als ich wieder zum Zelt gehen wollte, begann er ein Gespräch mit mir. Er konnte kaum Deutsch und ich wenig Englisch. Immerhin unterhielten wir uns, und plötzlich kam die Frage, wie alt ich sei. Als ich ihm von meinem 19. Geburtstag erzählte fing er schrecklich an zu fluchen. Und dann nahm er sein Gewehr von der Schulter, aber so vorsichtig, daß der Lauf keine Sekunde auf mich zeigte, steckte eine faustgroße Kartoffel auf das Bajonett und schob sie mir durch den Draht. Dann kramte er noch eine Zigarette hervor und gab sie mir, um sich dann sofort umzudrehen und davonzugehen. Es war das schönste Geburtstagsgeschenk meines Lebens und ist es bis heute geblieben, weil ich gesehen hatte, daß es jenseits des Zaunes doch Menschen gab mit Herz und Gefühlen.
Leider ist der Erlebnisbericht von Heiner Schnare, erschienen in der Illustrierten 'Kristall', nicht erhalten geblieben. Lediglich ein Fragment mit seinem Konterfei. Fritz Schnare hat ihn persönlich gekannt. H.Schnare gehörte zur engeren Verwandtschaft. Wie diese nun einzustufen ist, daß ist verloren gegangen. Sicher ist, daß H. Schnare zu den Menschen gehörte, die im Anschluß an die 'Adenauer-Reise' nach Moskau ihre lippische Heimat wiedersehen konnten. Heiner Schnare war als freier Mitarbeiter bei der Zeitschrift 'Kristall' tätig.
... neun Jahre währt nun die Gefangenschaft, die im Juli 1941 bei einem Fernaufklärungsflug in den Großraum Moskau ihren unheilvollen Anfang genommen hatte.
Erschöpft von der durch ungezählte Wanzen und Flöhe gestörten Nachtruhe, warte ich auf den Gang zum Arbeitseinsatz im naheliegenden Kohlebergwerk. Da schrecke ich hoch, niemand von meinen russischen Schicksalsgenossen ist mehr im Raum. Ich haste zur Wache, und gerade wird das Stacheldrahttor mit dem großen Sowjet-Blechstern geschlossen. Tiefunglücklich und verzweifelt stehe ich da. Bedeutet doch diese Verspätung, daß ich die nächsten Tage allein in einer ungezieferverseuchten Zelle bei etwa zweihundert Gramm Brot und einer ekelhaften Wassersuppe verbringen muß.
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Plötzlich ein furchtbarer Knall. Eine gewaltige Luftdruckwelle wift mich irgendwo gegen eine Wand. Ich verspüre keine Schmerzen, meine Sinne schwinden sofort, irgendwie hat die Natur Nachsicht mit mir, vielleicht zum ersten Mal. Ich weiß nicht was danach alles geschah, irgendwann setzte mein Erinnerungsvermögen wieder ein, wieder in einer Zelle. Dieses mal war sie anscheinend nicht so stark ungezieferverseucht, auch verspürte ich Verbände, die meine Bewegungsfreiheit einschränkten, gleichzeitig verspürte ich Schmerzen, die mich gemahnten, meine Bewegungen auf ein absolutes Mindestmaß zu beschränken. Alles schmerzte, alles tat mir weh.
abscheulich !, läßt Gottfried Ephraim Lessing in seinem Nathan der Weise (II,5) sagen. Lessing wirkte lange Zeit in Detmold, im Lipperland. Nun, was hat Lessings Kunst mit dem Bild von Braunschweig und dann mit der Familie Schnare zu tun ? Nichts, rein garnichts. Entliehen ist nur das Wort 'groß' und das ist für eine große Luftbildaufnahme der Stadt Braunschweig herangezogen worden, die eine ganze Wandbreite als Fläche einnimmt und somit das größte Luftbild von Braunschweig darstellt. Und wo kann man das riesige Luftbild bewundern ? In der Fachhochschule für Sozialwissenschaften in Braunschweig, in den Räumen eines ehemaligen Luftwaffenoffizierheimes (Speisesaal) der Bundeswehr. Noch bleibt zu klären was das mit Schnare zu tun hat. Viola Schnare studiert Sozialwissenschaften in Braunschweig, sah das Bild und bemerkte sofort die Inintialen, die ganz klar den Hinweis geben: Schnare war für dieses Riesenbild zuständig, für die Erstellung und für Anbringung verantwortlich. Wer war nun dieser Schnare ? Ich bin sicher, daß wir es erfahren werden. 'Luftbild-Schnare', bitte bei Helmut F. Schnare melden. Es geht um die Klärung von genealogischen Beziehungen.
| Homepage last update: 23.03.2001 |
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